Seit einer ganzen Weile schon hatte ich Lust dieses vegan-sein mal auszuprobieren. Immer öfter sah ich in den Supermärkten vegane Produkte, Blogger auf Social-Media ließen die Umstellung zur pflanzen-basierten Ernährung kinderleicht aussehen und je mehr Dokus ich sah, je mehr Artikel ich las und je mehr ich mich mit Leuten austauschte,die bereits vegan lebten, hatte ich das Gefühl, ich müsse jetzt endlich handeln und nicht nur meine Ernährung, sondern sogar meinen ganzen Lebensstil ändern. Also startete ich ein Experiment: Einen Monat lang vegan leben... Nun bin ich seit etwas über einem Jahr Veganerin. Wie es dazu kam...
Wenn man sich mit Leuten über Veganismus unterhält, hört man oft Dinge wie "Ich könnte ja niemals ohne meinen Käse leben" "Es gibt doch nichts besseres als einen Milchkaffee am Morgen." und natürlich der Klassiker: "Vegan? Dann kann man ja gar nichts mehr essen!"
Lange Zeit habe ich auch so gedacht. Doch nachdem ich Dokus wie Cowspiracy und Forksoverknives gesehen und viel zur Thematik recherchiert hatte, war das Bedürfnis danach, meine Ernährungsumstellung beizubehalten, schwerwiegender als das gelegentliche Bedürfnis nach Käse oder einem Lachsfilet.
Das ganze Experiment war viel einfacher als ich es mir zuerst vorgestellt hatte. Zuerst habe ich meine Familie vorgewarnt (sogar extra etwas im Voraus, damit sie sich schon mal darauf einstellen konnten, bevor es richtig losging) und dann angefangen, mit offeneren Augen durch den Supermarkt zu gehen und nach allen veganen Produkten zu schauen. Schnell fiel mir auf wie viele Produkte es gibt, auch welche, die zwar kein Vegan-Siegel haben, aber dennoch vegan sind (oftmals mit dem Hinweis, dass Spuren von z.B. Milch enthalten sein könnten.)
Um es meiner Familie etwas leichter zu machen, habe ich anfangs meistens für alle gekocht und so auch meinen Eltern ein wenig Inspiration für vegane Gerichte geben können. Ich habe an Weihnachten sogar vegane Rouladen gemacht, damit alle auf ihre Kosten kommen;)
Zu Hause war die vegane Ernährung also ziemlich schnell und einfach umgesetzt.
Auf Reisen habe ich festgestellt, dass man (je nach Land) etwas mehr Vorbereitung benötigt. Nicht in allen Regionen der Welt ist Veganismus ein vorherrschender Trend und somit gibt es auch nicht immer und überall vegane Alternativen. Wenn man sich also nicht ganz sicher ist, sollte man (z.B.auch für kürzere Ausflüge) ruhig ein wenig Essen mitnehmen.
Zu Einladungen bei Freunden, habe ich mir angewöhnt, einfach immer etwas veganes fürs Buffeet mitzubringen, sodass es im Zweifelsfall zumindest immer eine vegane Sache für mich zu Essen gab.
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Leckerer Burger mit Salat von einem Foodtruck in Kopenhagen |
Insgesamt kann ich sagen, dass die ganze Umstellung für mich so leicht war, weil ich mit dem Wissen, das ich mir angeeignet hatte, Veganismus für die beste - und schnellste - Lösung hielt, mein Leben gesünder, achtsamer und umweltfreundlicher zu gestalten.
Ich habe mal eine Veganerin sagen hören, dass die meisten Veganer*innen aus einem der vielen Gründe vegan werden, aber zum Schluss aus allen Gründen vegan bleiben. Dem kann ich mich nach über einem Jahr des veganen Lifestyles definitiv anschließen.
Ich bin vor allem aus Umweltschutz-technischen Gründen vegan geworden und bin mir nach und nach auch der gesundheitlichen Vorteile und zuletzt auch der ethischen Verantwortung im Umgang mit Tieren, bewusst geworden.
Abschließend empfehle ich jedem von euch, der schon länger mit dem Gedanken spielt, vegan zu werden, es einfach mal auszuprobieren.
Auf den Seiten von Peta, Greenpeace und diversen Vegan-Challenges gibt es jede Menge Infos und Tipps, die euch die Umstellung erleichtern können.
Was habt ihr schon zu verlieren? ;)
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